120 Soldaten bei uns zu Besuch

 

17.05.2008

 

Am 17.05.2008 besuchte die 14. Kompanie des Luftwaffenausbildungsregiments aus dem Standort Strausberg die ehemalige Troposphärenfunkstation 301 Wollenberg. Die Vorgesetzten meldeten den Besuch bereits im April an, so war genügend Zeit um den Ablauf abzustimmen und zu organisieren.

 

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Die Vereinsmitglieder Nico Schröder, Andreas-Horst Pohlmann, Uli Leps, Michael Schöneck, Falko Hartmann, Peter Pust und Peter Hesse hatten sich bereits im Vorfeld abgestimmt, den Führungsbetrieb durchzuführen. Die Angehörigen der Bundeswehr kamen mit jeweils zwei Bussen um 10.00 Uhr und um 13.00 Uhr im Objekt an.

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Nach der üblichen Einführung durch Nico und Peter wurden die Soldaten in Gruppen eingeteilt und die Führungen begannen an 5 verschiedenen Punkten im Objekt.

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Neben den Fahrzeugen wurde das Stabsgebäude und natürlich das Schutzbauwerk gezeigt. Andreas-Horst hatte eine prima Idee. Ich zeige mal die Waffen im Ausbildungsraum im Stabsgebäude. Dieser Punkt der Führungen wurde zum unbestrittenen Höhepunkt der ganzen Aktion.

Aber der Reihe nach. Mit schon geübter Sicherheit wurde organisiert und abgesprochen. Der Ablauf klappte wie am Schnürchen. Nur der Punkt Waffen entpuppte sich als Zeitfresser. Denn wann und wo hat ein Angehöriger der Bundeswehr die Möglichkeit, eine Kalaschnikow nicht nur mal anzufassen, sondern unter fachkundiger Anleitung von Andreas-Horst zu zerlegen und natürlich auch zusammenzubauen. Es wurden die Versionen Kalaschnikow aus chinesischer Fertigung mit Holzkolben, die Variante mit Schulterstütze aus sowjetischer Fertigung, die Ausführung mit seitlich anklappbarer Schulterstütze aus DDR-Fertigung und die Version AK 47, das damals modernste Modell in der NVA, sowie eine Spezialversion mit verkürztem Lauf zerlegt. Hier gab es zwischen den Gruppen regelrechte Wettbewerbe. Das machte allen den meisten Spaß. Auch ältere Waffenmodelle aus der Zeit des 2. Weltkrieges wurden gezeigt.

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Bei der weiteren Führung wurden die Fahrzeuge präsentiert. Die darauf montierten Gerätesätze waren etwas für die technisch Interessierten. Eine original erhaltene und funktionierende Kurzwellenfunkstation sieht man ja nicht alle Tage. Auch wurde über den Äufklärungskomplex OPK 32 gestaunt. Besonders als man erfuhr, dass es davon nur zwei Stück gibt. Einen in der Wehrtechnischen Studiensammlung in Koblenz bei Herrn Simon und einen in der 301.

 

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Im Schutzbauwerk wurde die Technik von der Tropo über die Nachrichtentechnik bis zur Bauwerkstechnik gezeigt. Bei letzterer legte sich Falko besonders ins Zeug. Peter startete im Schutzbauwerk den Diesel. Er erläuterte die unterschiedlichen Betriebsweisen der Schutz- und Lüftungstechnik. Das zog alle in den Bann.

 

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Auch im Außenbereich gab es neben dem schönen Wetter Veränderungen zu sehen. Am Antennenmast gibt es nun auch wieder ein "Tarnfahrzeug" zu besichtigen. Da der Platz in den Garagen nicht ausreicht, hat sich Nico entschlossen, seinen W50 mit dem Koffer den Amateurfunkern als Stationsraum zu spendieren. Sie machen davon reichlich Gebrauch. Die ersten Ausbauten haben begonnen. Da es nun klarere Zuordnungen gibt, geht es hier voran. Der dazugehörige Sendemast, ein ehemaliger Starkstrommast, wird sicher auch bald fertig sein. Ihm fehlt nur noch die Plattform. Die Führung nahm ihr Ende vor den Garagen. Hier waren die Sitzgarnituren im Freien aufgestellt und die Raucher konnten ihrem Laster frönen.

 

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Die gleiche Führung fand am Nachmittag statt und auch hier war die Station Waffen der Renner. Für uns eine neue Erfahrung. Gegen 15:30 Uhr kamen die Letzten mit Peter von ihrer Führung zurück. Es war für alle ein spannender und erlebnisreicher Tag. Mit den Worten "Wir kommen bald wieder!" wurde sich verabschiedet. Die Vereinsmitglieder setzten sich noch kurz zusammen, im Anschluss kehrten sie in ihre Heimatorte zurück um am nächsten Tag der Arbeit zu "frönen".

Danke an die 14. Kompanie des Luftwaffenausbildungsregiments Strausberg und den verantwortlichen Stabsunteroffizier Jonas.

 

Peter Hesse

 

Bunker Wollenberg

 

 
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